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Neu und Cool: Thema des Monats

Fasching, Fastnacht, Karneval



Alle Jahre wieder wird sie von vielen herbeigesehnt - die narrenreiche Zeit... Manche sind wahrscheinlich auch froh, wenn alles schnell wieder vorbei ist, andere lieben es, sich zu verkleiden und fröhlich zu sein.

Die Entstehung des Begriffes „Fastnacht“ leitet sich ab vom Wortstamm „fasta“ (althochdeutsch für Fastenzeit) und dem Wort „naht“ (Nacht oder Vorabend). Die „Fastnacht“ bezeichnete ursprünglich tatsächlich nur den Tag vor dem Beginn der Fastenzeit, wurde aber im 13. Jahrhundert auf die Woche vor der Fastenzeit ausgeweitet. So feiern wir heute die Faschingszeit vom vorausgehenden Donnerstag bis zum Faschingsdienstag. Am Aschermittwoch ist alles vorbei.

Auch der Begriff „Fasching“ hat mit der Fastenzeit zu tun, denn der hochdeutsche Name „Vaschang“ bedeutet „Fastenschank“. An diesem Tag wurden vor der strengen 40-tägigen Fastenzeit vor Ostern zum letzten Mal alkoholische Getränke ausgeschenkt und alle konnten sich noch mal so richtig mit Fleisch satt essen.

Egal, ob Karneval oder Fasching, der offizielle Beginn der närrischen Zeit ist der 11.11.um 11.11 Uhr. Die Zahl 11 gilt seit Jahrhunderten als Narrenzahl. Die Elf bedeutete die Überschreitung der 10 Gebote, jeder der dies tat, galt im Mittelalter als Narr.
Nach dem 11.11. begann die Winterfastenzeit, deshalb wurde an diesem Tag wie am Fastnachtsdienstag noch einmal richtig gefeiert. In der Zeit vom 12. November bis 5. Januar pausiert der Karneval.
Das erklärt sich durch die Winterfastenzeit, den November, der als Trauermonat gilt und die besinnliche Zeit des Adventes. Damit ist der 11.11. ein eigener kleinen Karneval.
An diesem Tag übergeben vielerorts die Bürgermeister der Städte und Gemeinden die Rathausschlüssel und die Regierungshoheit symbolisch an den Elferrat. Das Prinzenpaar, das während der Faschingszeit regiert, wird der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Narren sind los.

Der eigentliche Auftakt für die närrische Saison beginnt erst nach dem Dreikönigsfest am 6. Januar. Ab sofort werden Karnevalssitzungen und Bälle veranstaltet.
Die Krönung der Faschingszeit ist die Fastnachtswoche. Sie startet mit dem „schmotzigen“, „unsinnigen“ oder auch „glombigan“ Donnerstag bzw. der Weiberfastnacht, geht über den Freitag zum Nelkensamstag und zum Tulpensonntag. Man feiert sich durch den Rosenmontag, an dem in den Karnevalshochburgen, wie z. B. Köln oder Mainz große Umzüge mit mehreren tausend Besuchern stattfinden.
Schließlich ist der Fastnachtsdienstag, der auch Veilchendienstag genannt wird, der letzte Feiertag der närrischen Zeit. Um 24 Uhr ist das bunte Treiben vorbei und der Aschermittwoch läutet die Fastenzeit ein.

Fasching gehört auch zu den Festen, die den Abschied vom Winter und den Beginn des Frühlings feiern. Schon unsere Vorfahren wollten die bösen Wintergeister vertreiben und die Wachstumsgeister wecken. Dazu verkleideten sie sich mit furchterregenden Masken und zogen als vermummte Gestalten mit Rasseln, Trommeln und Peitschen los.

Vor allem aber ist Fasching das Fest der Verwandlung. Schon im alten Venedig galt im Karneval das Motto: „Das tun, was nicht erlaubt ist und so sein, wie man gerne möchte!“ Das Volk durfte sich verkleiden, in fremde Rollen schlüpfen, sich ohne Bestrafung über seine Herrscher lustig machen und gleichberechtigt neben ihnen feiern.

Einer der bekanntesten ist auch heute noch der Karneval in Venedig, den man vor allem durch seine vielen tollen Masken kennt. 10 Tage vor Aschermittwoch beginnt in Venedig das bunte Treiben, mit verschiedenen künstlerischen Vorführungen, schönen Masken und historischen Verkleidungen. Höhepunkte sind die Preisverleihung für das schönste Kostüm und die Maskenbälle in der Lagunenstadt.

Vielleicht hast du jetzt doch Lust auf Fasching bekommen und falls du noch keine Idee hast, als was du dich verkleiden könntest, dann schau doch mal in unsere Medientipps oder komm einfach in der medien@age vorbei.

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